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Zeitersparnis: Was hat KI mit Geschirrspülen zu tun?

Jeden Monat greifen in unserer Kolumne Persönlichkeiten aus der HR- und Wirtschaftswelt aktuelle Themen und Entwicklungen auf. In der Februar-Ausgabe schreibt KI-Expertin Dalith Steiger-Gablinger über die disruptive Kraft von KI – und den klugen Umgang mit neu gewonnener Zeit.

Von: Dalith Steiger-Gablinger   Teilen  

Dalith Steiger-Gablinger

Dalith Steiger-Gablinger ist KI-Expertin und gleichzeitig Co-Founder und Managing Partner der KI-Advisory Firma SwissCognitive.

Zeitersparnis

Spülmaschinen sind heute in Restaurants nur schlecht wegzudenken. Jedoch werden die Kristallgläser weiterhin von Hand gewaschen. Zu fragil für den Standardprozess. Die Spülmaschine übernimmt das Routinegeschirr, Menschen kümmern sich um das Wertvolle.

KI verändert unsere Welt. Schnell. Radikal. Tiefer, als viele denken. Produktionsketten, Geschäftsmodelle, Zusammenarbeit, Führung. Alles steht auf dem Prüfstand. Was gestern noch sicher schien, ist heute schon überholt.

Viele spüren diese Wucht. Sie verunsichert. Führungskräfte, Mitarbeitende, ganze Branchen fragen sich: Was bleibt? Was kommt? Und vor allem, wie arbeiten wir künftig zusammen?

Die Fakten sind klar: KI spart Zeit. Viel Zeit. Aufgaben, die früher Monate dauerten, sind heute in Stunden erledigt. Programmieren, Offerten, Konzepte, Berichte. KI denkt mit, sucht, schreibt, rechnet. Plötzlich haben wir Freiraum. Zeit, die wir lange nicht hatten.

Und genau hier beginnt die eigentliche Frage: Was machen wir mit dieser gewonnenen Zeit?

Manche träumen von der 30-Stunden-Woche. Klingt wunderbar. Aber noch sind wir mitten in der Transformation. Jetzt gilt: verstehen, lernen, anwenden, bevor wir neu verteilen.

Mein Rat:

  • Für alle: Erst verstehen, dann verändern.
  • Für jede und jeden: Täglich mindestens zehn Minuten Zeit für Lernen über KI. Lesen. Zuhören. Ausprobieren. So entstehen Sicherheit und Mut.
  • Für Unternehmen: Fördert die, die wollen. Baut mit ihnen euer Zukunftsbild. Wer auf C-Level nicht mitzieht, blockiert.

KI ist keine Bedrohung, sie ist ein Werkzeug. Ein starkes. Sie gibt uns Zeit, aber sie nimmt uns die Ausrede, sie zu verschwenden. Ob wir dereinst 30 Stunden arbeiten, zeigt sich nicht jetzt, sondern erst, wenn wir gelernt haben, mit dieser neuen Zeit richtig umzugehen.

Wer heute schon wissen will, was die Kristallglas-Jobs der Zukunft sind, muss noch für eine Weile in die Kristallkugel gucken.

Diese Kolumne ist in der Ausgabe Februar 2026 von personalSCHWEIZ erschienen.

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