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Kolumne September 2019

Weiterbildung: Das doppelte Risiko der Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung

Jeden Monat wirft in unserer Kolumne eine Persönlichkeit aus der HR- und der Wirtschaftswelt einen Blick auf aktuelle Themen und Entwicklungen. Diesen Monat setzt sich Gery Bruederlin kritisch mit Weiterbildung auseinander.

Von: Gery Bruederlin  Teilen 

Gery Bruederlin

Gery Bruederlin ist Dozent und Professor für Human Resource Management an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und Studienleiter des Master of Advanced Studies Human Resource Management (MAS HRM).

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Weiterbildung

Das HR schreibt: Diesen Monat mit Gery Bruederlin, vollamtlicher Dozent für HRM am Institut für Personalmanagement und Organisation an der Hochschule für Wirtschaft, Fachhochschule Nordwestschweiz.

Im Experteninterview hält Lea Ryter Ciampi fest, dass mit der Digitalisierung ein grosser Bedarf entsteht, schnell neues Wissen und neue Fähigkeiten aufzubauen. Das ist nicht nur eine richtige, sondern auch eine wichtige Aussage. Sie sieht eine Lösung für diese Herausforderung u.a. darin, die Bestimmung des Kompetenzenbedarfs an einzelne Teams und Individuen zu delegieren. Damit soll eine schnellere Anpassung an unmittelbare geschäftsbezogene Erfordernisse sichergestellt sein. Auch das ist nicht falsch. Schon immer hat die Eigenverantwortung eine grosse Rolle gespielt, wenn es um gezielte Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden ging. Die Ausweitung der Verantwortung auf ein Team reflektiert die zusätzliche Bedeutung für das Unternehmen.

Nur geht es heute nicht nur darum, die Mitarbeitenden für die wechselnden kurzfristigen Herausforderungen fit zu machen, sondern auch die für eine bestimmte Funktion benötigten Kompetenzen längerfristig vorauszusagen. Nehmen wir als Beispiel den Lokführer, heute ein Mangelberuf, welchen die Bahnbetreiber in der Schweiz mit allen Mitteln in genügender Anzahl zu rekrutieren, zu halten und zu entwickeln suchen. Wer aber kann mit Sicherheit sagen, was für ein Profil der Lokführer morgen haben wird und ob es ihn übermorgen überhaupt noch braucht? Diese Ausgangslage zwingt die betroffenen Unternehmen, nicht nur kurzfristig in die Weiterqualifizierung zu investieren, sondern permanent ein Bild der Zukunft zu entwerfen und auf dieser Basis Massnahmen für die internen und externen Arbeitsmärkte zu planen und umzusetzen. Dazu braucht es eine optimale Zusammenarbeit zwischen Strategieabteilung, Geschäftseinheiten und HR.

In Bezug auf die Digitalisierung gilt es also für die Personalverantwortlichen zwei Weiterbildungsrisiken zu beherrschen: das Risiko, kurzfristig nichts zu machen, und das Risiko, es langfristig falsch zu machen. Es ist nicht besonders schwierig, das erste zu meistern. Das zweite hingegen ist eine Riesenherausforderung. Aber nur wer hier richtig liegt, wird im Wettbewerb erfolgreich sein.

Diese Kolumne ist in der Septemberausgabe 2019 von personalSCHWEIZ erschienen.

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