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Unterstützung des persönlichen Umfelds ist zentral: Erfolgreiche Wiedereingliederung erfordert gezielte Zusammenarbeit

Im letzten Jahr wurden der Suva über 495 000 Unfälle gemeldet. 28 000 davon waren schwere Fälle mit einem längeren Arbeitsausfall. Erfreulicherweise gelingt 90 Prozent der Betroffenen die Rückkehr in den Job. Wichtig für diesen Erfolg ist die Unterstützung des persönlichen Umfelds, das Engagement der Arbeitgebenden und gezielte Massnahmen der Suva.

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Unterstützung des persönlichen Umfelds ist zentral

Ein Unfall ist schnell passiert. Ein Blick aufs Handy, ein Moment der Ablenkung, ein Gedanke woanders – manchmal sind es nur Sekundenbruchteile, die ein Leben komplett verändern. Danach kann es Wochen, Monate oder Jahre dauern, bis Verunfallte wieder in den Alltag und ins Berufsleben zurückfinden.

Studien zeigen, dass nach einer sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit die Chance auf eine Rückkehr in den Beruf um die Hälfte sinkt. Deshalb ist es für die Betroffenen wichtig, dass sie möglichst bald wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren können.

Wirksame Massnahmen für die Rückkehr in den Beruf
Im letzten Jahr registrierte die Suva über 495 000 Freizeit- und Berufsunfälle. Rund 28 000 davon (6 Prozent) waren so gravierend, dass sie einen Arbeitsausfall von drei Monaten und mehr zur Folge hatten.

Die Suva setzt sich mit verschiedenen Massnahmen für die Rückkehr verunfallter Menschen in den Alltag und ins Berufsleben ein. Verunfallte mit schweren Verletzungsfolgen, einem längeren Arbeitsausfall und einer ungewissen beruflichen Zukunft werden durch Case-Managerinnen und -Manager der Suva umfassend unterstützt. Diese begleiten die Betroffenen während des gesamten Heilungsverlaufs: bei einem stationären Reha-Aufenthalt, ärztlichen Leistungen und Therapien, Massnahmen zur Wiedereingliederung sowie bei der Koordination der Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft, den Arbeitgebenden und anderen Sozialversicherungen. «Dass Verunfallte wieder eine berufliche Perspektive erhalten, trägt wesentlich zu einer erfolgreichen Rehabilitation bei und ist uns ein grosses Anliegen», sagt Barbara Ingold Boner, Leiterin Schadenabwicklung bei der Suva.

Das persönliche Umfeld fördert den Heilungsprozess
Nach einem Unfall bricht oft eine schwierige Zeit für die betroffenen Personen an. Umso wichtiger ist die Unterstützung des ganzen Umfelds. «Für eine erfolgreiche Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben ist nicht nur das Engagement der Suva, der Ärztinnen oder Therapeuten wichtig, sondern auch die Unterstützung durch das persönliche und berufliche Umfeld», erklärt Barbara Ingold Boner. «Familie, Freunde, Arbeitgebende und Arbeitskolleginnen und -kollegen können viel zum Genesungsprozess beitragen. Kleine Aufmerksamkeiten und positive Gespräche geben den Patienten Kraft und Hoffnung und unterstützen damit eine erfolgreiche Heilung.»

Auch Arbeitgebende haben massgeblich Einfluss darauf, ob eine gute Eingliederung nach einem Unfall gelingt. Ein sicherer Arbeitsplatz gibt verunfallten Mitarbeitenden Zuversicht für die Zukunft. «Es ist wichtig, dass Verunfallte ihr soziales Umfeld nicht verlieren, das Gefühl haben gebraucht zu werden und eine Tagesstruktur haben», betont Vinzenz Baur, Leiter Kompetenzzentrum für berufliche Eingliederung der Suva-Klinik in Bellikon. «Unsere Erfahrung zeigt, dass Menschen nach einem Unfall wieder arbeiten wollen. Denn Arbeit vermittelt nicht nur materielle Sicherheit, sondern fördert auch den sozialen Zusammenhalt und stiftet Sinn.»

Ein Gewinn für alle – auch finanziell
Durch die wirksame Zusammenarbeit gelang es in den letzten Jahren, dass durchschnittlich 90 Prozent der Verunfallten wieder arbeiten. Damit bewegt sich die Reintegrationsrate auf hohem Niveau. Das ist ein Gewinn für alle: Die Betroffenen erhalten wieder ein Stück Lebensqualität und finanzielle Sicherheit, die Unternehmen behalten ihre wichtigen Fachkräfte und können Versicherungsprämien sparen, und die Suva wird bei den Taggeld- und Rentenzahlungen entlastet – ein Vorteil, der allen Versicherten in Form von tieferen Prämien zugutekommt.

Ein Betroffener erzählt: Bobfahrer Sandro Michel
Sandro Michel (29) war Profi im Bobsport. Nach einem schweren Trainingsunfall im Eiskanal sah es nicht gut aus für den jungen Mann. Doch ein engagiertes Ärzteteam konnte das Schlimmste verhindern und sein schwer verletztes Bein retten. Inzwischen ist Sandro wieder an seinem Arbeitsplatz im Einsatz. Für sein Comeback im Bobsport kämpft er noch. Dass der Sportler und Projektleiter stets seine Angehörigen, seinen Arbeitgeber und die Suva an seiner Seite wusste, war eine unverzichtbare Hilfe auf seinem Weg zurück in den privaten und beruflichen Alltag. «Für die Unterstützung meines gesamten Umfelds bin ich unglaublich dankbar. Ohne all diese Personen wäre ich heute klar weniger weit», ist Sandro überzeugt.

Die ganze Geschichte von Sandro sowie Tipps, wie Angehörige und Arbeitgebende Betroffene wirksam bei der Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben unterstützen können, zeigt die aktuelle Wiedereingliederungskampagne der Suva «Da sein hilft, egal wie».

(Quelle: Medienmitteilung der SUVA)

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