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Umfrage zur Rentenrettung: Zur Rettung des BVG wären Schweizerinnen und Schweizer bereit, das Rentenalter anzuheben

Es ist eine Erkenntnis, die aufhorchen lässt. Schweizerinnen und Schweizer würden lieber länger arbeiten, als bei den Rentenleistungen den Rotstift anzusetzen. Dies geht aus einer Umfrage von MIS Trend hervor, die im Auftrag der Groupe Mutuel und der Zeitung Le Temps anlässlich des 6. Westschweizer Vorsorgeforums vom 9. September 2025 in Lausanne und des Focus Day vom 28. August 2025 in Zürich durchgeführt wurde.
Die Erhöhung des Rentenalters, lange Zeit ein Tabu, scheint also langsam salonfähig zu werden. Bei der Frage, ob zur finanziellen Sicherung der Vorsorge dereinst das Rentenalter erhöht oder die Leistungen gekürzt werden sollen, sprachen sich 61 Prozent der Befragten für eine Erhöhung des Rentenalters aus. Es sind vor allem Männer (74 Prozent) und die 45- bis 65-Jährigen (68 Prozent), die diese Massnahme befürworten. Dabei spielt die politische Couleur kaum eine Rolle. Die Schweiz, die ihren Nachbarn in Sachen Rentenalter eher hinterherhinkt, scheint sich bewusst zu werden, dass die Erhöhung des Rentenalters eine durchaus wirksame Massnahme ist, um angesichts der steigenden Lebenserwartung langfristig eine angemessene Altersvorsorge zu gewährleisten. Gleichzeitig, und das ist nach der Ablehnung der BVG-Reform von September 2024 nicht weiter überraschend, will die Schweizer Stimmbevölkerung von einer Senkung des Umwandlungssatzes nichts wissen.
Das Schweizer Vorsorgesystem zu reformieren, ist keine leichte Aufgabe. Aktuell stösst einzig die Senkung der Altersschwelle für Beitragszahlungen an die Altersrente von 25 auf 18 Jahre auf Zustimmung in der Bevölkerung: 77 Prozent der Befragten sind sehr oder eher dafür. Es wäre also eine moderate Revision, die rasch umgesetzt werden könnte.
Das Vertrauen der Bevölkerung ins Schweizer Vorsorgesystem ist nach wie vor hoch und hat sich in den letzten fünf Jahren seit Einführung der Umfrage kaum verändert. Gemäss MIS Trend ist das Vertrauen in die 2. Säule grösser als in die AHV. Die 3. Säule ist jedoch die klare Siegerin, wenn es darum geht, die eigene Altersvorsorge zu stärken. Mit einer tieferen Besteuerung würde sie sogar noch attraktiver, anstatt, wie von einigen gefordert, die steuerlichen Anreize einzuschränken.
Die Umfrage zeigt auch, dass man heute weniger besorgt ist über das Einkommen nach der Pensionierung. Kapital und Rente sind etwa gleich beliebt, doch in der Tendenz fällt die Wahl immer öfter auf das Kapital. Die Frühpensionierung wiederum scheint an Beliebtheit einzubüssen. Erfreulich ist auch, dass sich die Bevölkerung gemäss der Umfrage immer besser mit der Altersvorsorge auskennt. Die Menschen interessieren sich mehr für die finanzielle Lage ihrer Pensionskasse, was bestimmt auch mit der geopolitischen Lage zu tun hat.
Im Rahmen der Umfrage wollten wir auch herausfinden, wie die 13. AHV-Rente finanziert werden soll, was bis anhin noch nicht geklärt ist. Derzeit stehen zwei Möglichkeiten zur Diskussion: Eine Erhöhung der Lohnbeiträge oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die Schweizer Stimmbevölkerung hat laut MIS Trend aktuell keine klare Präferenz, die gemischte Finanzierung hat jedoch die Nase knapp vorne.
Über die Groupe Mutuel
Mit rund 2 700 Mitarbeitenden in der ganzen Schweiz steht die Groupe Mutuel im Dienst von 1,3 Millionen Einzelkunden und 31 000 Unternehmen. Als einzige umfassende Versicherung in der Schweiz positioniert sie sich als bevorzugte Ansprechpartnerin für Gesundheit und Vorsorge. Ihr Gesamtumsatz überschreitet 6,4 Milliarden Franken. Dank ihren massgeschneiderten Versicherungslösungen in der Grundversicherung (KVG) und der Zusatzversicherung (VVG) belegt sie den dritten Rang der Gesundheitsversicherer in der Schweiz. Die Groupe Mutuel verfügt zudem über eine umfassende Produktpalette in der individuellen Vorsorge und der Vermögensversicherung. Der Versicherer mit Sitz in Martigny bietet Unternehmen aller Grössen Lösungen für das Krankentaggeld, die Unfallversicherung (UVG) sowie für die berufliche Vorsorge (BVG). Bei den Gesundheitsversicherungen für Unternehmen belegt die Groupe Mutuel national den vierten Rang.
(Quelle: Medienmitteilung von der Groupe Mutuel)
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