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Umfrage von Coople: Arbeitskräfte fordern mehr Flexibilität im Gesundheitswesen

Eine Umfrage von Coople mit über 450 teilnehmenden Personen mit medizinischem Jobprofil zeigt, dass der Wunsch nach flexibler Arbeit gross ist und auch in einer Branche umgesetzt werden kann, die in erster Linie nicht für flexible Anstellungen bekannt ist. Eine Möglichkeit, dem vorhandenen Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entscheidend entgegenzuwirken, könnte darin bestehen, dass Unternehmen, Institutionen, Spitäler und Kliniken dem Flexibilitätsanspruch der Mitarbeitenden Gehör schenken und diesen Wunsch in die Praxis umsetzen.

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Umfrage von Coople

Die Corona-Pandemie hat in den letzten zwei Jahren eindrücklich vor Augen geführt, wie essenziell ein effizientes Personalmanagement im Gesundheitswesen ist. Sie hat zudem aufgezeigt, dass es Optionen geben muss, mittels denen innerhalb von kürzester Zeit medizinische Kapazitäten aufgebaut und verwaltet werden können. Damit die Gesundheitsbranche auch in Zukunft verlässlich aufgestellt ist, muss ihr Personalkörper gut funktionieren und nachfrageorientiert arbeiten können. Ausreichend verfügbare, flexibel einsetzbare sowie zufriedene Arbeitnehmende sind hierfür ausschlaggebend. Um sowohl im medizinischen Alltag wie auch in Krisensituation angemessen reagieren zu können, sind auch flexible Jobangebote unabdingbar – was beispielsweise beim Aufbau und Betrieb von Test- und Impfzentren ersichtlich wurde. 

95.2% der Befragten sehen zahlreiche Vorteile von flexibler Arbeit im Gesundheitswesen 
Eine Umfrage, die von Coople, zwischen dem 21.02. und 08.03.2022 unter 458 flexiblen Arbeitnehmenden* realisiert wurde, offenbart interessante Einblicke für flexible Arbeitseinsätze im Gesundheitswesen. Alle Befragten haben ihr Interesse signalisiert, im Rahmen der Impfkampagne des Kantons Zürich zu arbeiten oder wurden für diese angestellt (siehe Grafik).

Auf die Frage, welche Vorteile sie in einem flexiblen Arbeitsmodell sehen, antworten 76.4% (bei möglichen Mehrfachantworten), dass die freie Einteilung der Arbeitszeit für sie die grösste Rolle spiele. 63.1% empfinden die Möglichkeit, ein Zusatzeinkommen durch flexible Arbeit zu generieren, als zentral. Jeweils ein gutes Drittel nennen ausserdem eine ausgeglichenere Work-Life-Balance sowie mehr Zeit für Fort- und Weiterbildungen bzw. Studium und die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie als wichtigste Vorteile.

Mehrheit des flexiblen Personals sieht einen unternehmerischen Umschwung zu flexibler Arbeit im Gesundheitswesen 
Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen zum Umdenken in Bezug auf ihren unternehmerischen Alltag bewegt und flexible Arbeitsmodelle haben in den letzten Jahren rapide an Attraktivität gewonnen. Die Teilnehmenden der Umfrage wurden gefragt, ob Sie das Gefühl haben, dass dieser Trend auch im Gesundheitswesen angekommen sei. 71.6% der Befragten stimmen dem zu und bestätigen das Momentum hin zu mehr Flexibilität.

Überzeugendes Interesse für Express- und Kurz-Einsätze im Gesundheitswesen  
Die Mehrheit der Befragten ist weiterhin explizit auf der Suche nach flexiblen und kurzen Arbeitseinsätzen innerhalb der Branche. Mit 84.6% ist dabei vor allem das Interesse an Expresseinsätzen sehr hoch. Unter Expresseinsätzen versteht man Einsätze, die innerhalb weniger Minuten bis zu maximal 24 Stunden vor dem Einsatzbeginn angekündigt bzw. verfügbar gemacht werden. Bei diesen Einsätzen besteht damit ein unmittelbarer Bedarf an Arbeitskräften. Des Weiteren sprechen sich 60.8% der Befragten für eher kurze Arbeitseinsätze aus, die wenige Stunden bis maximal einen Tag dauern (siehe Grafik).

Grossteil der Befragten äussert sich neutral zu den Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen – Nährboden für eine Flexibilisierungsdebatte? 
Auf die Frage, ob die flexiblen Arbeitnehmenden mit den Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen aktuell zufrieden sind, gibt der Grossteil der Befragten (43.9%) ein eher neutrales Bild ab. Ein Viertel der Befragten (24.9%) sind mit den aktuellen Arbeitsbedingungen überhaupt nicht zufrieden. Diese Resonanz setzt eine gute Grundlage für eine Diskussion zum Thema der attraktiveren Arbeitsmodelle für Arbeitskräfte im Gesundheitswesen. So können zum Beispiel die Einführung von flexiblen Arbeitsmodellen und lukrative monetäre Anreize die Quote der Arbeitskräfte, die in der Branche bleiben, erhöhen. Gemäss einem Bericht der NZZ vom November 2021** sind insbesondere Stress und das eher tiefe Lohnniveau bis heute die führenden Hauptgründe dafür, dass zum Beispiel rund 40% der Arbeitnehmenden in der Pflege den Beruf aufgegeben. Die Gesundheitsbranche hinkt im Vergleich zu anderen Branchen im Flexibilisierungsgrad hinterher und bekommt die Folgen dieser Entwicklung deutlich zu spüren. Politische sowie wirtschaftliche Entscheidungsträger müssen verstehen, dass ein allgegenwärtiger Fachkräftemangel nur gelöst werden kann, wenn der Schritt hin zu mehr Flexibilität innerhalb der Branche auch aktiv angegangen wird. Meilensteine wie die Verabschiedung der Pflegeinitiative sind Schritte in die richtige Richtung, reichen aber aus der Perspektive der Arbeitnehmenden noch nicht aus.

Yves Schneuwly, CCO von Coople: «Die Resultate zeigen, dass dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, insbesondere bei den Pflegefachkräften, mit einem höheren Flexibilisierungsgrad punktuell entgegengewirkt werden kann. Sich einerseits über den Personalmangel zu beklagen, aber andererseits nicht bereit zu sein, den Flexibilisierungsgrad anzupassen, ist paradox. Die Temporärbranche hat während der Pandemie bewiesen, welchen Mehrwert flexible Mitarbeitende der Schweizer Wirtschaft und den einzelnen Branchen liefern können. So hat das Gesundheitswesen über die letzten Jahre eine starke Entwicklung und Zunahme von temporären Arbeitskräften erlebt. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend zukünftig fortsetzen wird. Denn mit einer höheren Bereitschaft, flexible Arbeitsmodelle anzubieten, können gesuchte Fachkräfte, die dem Gesundheitswesen den Rücken gekehrt haben, wieder reaktiviert werden.»

*Umfrageteilnehmende:

  • 458 Teilnehmende, nicht-repräsentativ für alle flexiblen Mitarbeitenden der Schweizer Gesundheitsbranche
  • Alle Teilnehmenden waren in den letzten 8 Monaten aktive Nutzer der Coople Plattform 
  • Flexible Coople Mitarbeitende, welche im Rahmen der Impfaktion des Kantons Zürich Interesse an Einsätzen signalisiert haben und eines der folgenden Jobprofile mitbringen: Pflegefachmann/frau FH BSc, Pflegefachmann/frau HF dipl., Medizinische Praxisassistenz EFZ, Fachmann/frau Gesundheit EFZ, Medizinische Fachperson mit Impfberechtigung  

**Bericht der Neue Zürcher Zeitung (NZZ) vom 03.11.2021: Obwohl es zu wenig Pflegepersonal gibt, steigen dessen Löhne nicht – wieso?

Über Coople 
Seit der Gründung in Zürich im Jahr 2009 hat sich Coople mit über 650’000 registrierten Arbeitnehmenden und 20’000 Einsatzbetrieben zu Europas grösster digitaler Plattform für den Personalverleih entwickelt. Das Unternehmen vermittelt flexible Arbeitskräfte für kurz- und langfristige Einsätze in den Bereichen Gesundheit, Gastronomie, Hotellerie, Detailhandel, Aviatik, Logistik, Events und Promotion sowie im kaufmännischen Sektor. www.coople.com 

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