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Umfrage: Schweizer Personaler sind zögerlich bei Digitalisierung trotz bewusster Vorteile

Im Personalmanagement von Schweizer Unternehmen gehören digitale Stellenausschreibungen inzwischen zum Alltag. Hier sind aktuell 72 Prozent der Jobangebote digital. Bei den weiteren Schritten im Bewerbungsprozess haben sich digitale Tools dagegen noch nicht durchgesetzt: Vorstellungsgespräche per Videocall führen auch nach fast zwei Jahren Pandemie nur knapp ein Drittel der Unternehmen durch. Ihre Eignungsprüfungen und Assessments haben sogar nur 23 Prozent der Unternehmen digitalisiert. Zu diesem Ergebnis kommt die Jobseite Indeed im Zuge einer Umfrage mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov. Für die Erhebung befragte das Institut 433 Personen, die mindestens im mittleren Management in Schweizer Unternehmen ab zehn Mitarbeitern tätig sind.

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Umfrage

58 Prozent der Befragten sind mit digitalen Lösungen für den Bewerbungsprozess zufrieden
Dabei sind die Erfahrungen der Befragten mit digitalen Bewerbungsabläufen durchweg positiv. Je weiter der Digitalisierungsprozess im Recruitment in einem Unternehmen vorangeschritten ist, umso besser ist die Beurteilung: Durchschnittlich sind 58 Prozent der Befragten mit ihren digitalen Lösungen für den Bewerbungsprozess zufrieden. Diese Zahl steigt deutlich auf 70 Prozent bei denjenigen, die bereits über die Hälfte ihres Bewerbungsprozesses digitalisiert haben. 

Zwei Drittel der Unternehmen bekommen zu viele oder zu wenige Bewerbungen
Grundsätzlich machen die Ergebnisse der Umfrage deutlich, dass es noch viel Raum gibt, um Bewerbungsverfahren in Unternehmen zu optimieren: Nur ein Viertel der Befragten erhält die richtige Anzahl Bewerbungen auf ihre Stellenausschreibungen. Bei einem Drittel sind es zu viele, bei einem Drittel zu wenig Bewerbungen. 

Stärkere Digitalisierung gegen Mangel an Bewerbenden
Es zeigt sich: Wer wenig digitalisiert, hat auch wenig Vertrauen in diesen Prozess. Diese Haltung spiegelt sich in der Einschätzung wider, wie dem Mangel an Bewerbenden begegnet werden kann. So erwarten 24 Prozent der Befragten, dass bei zu wenig Bewerbungen eine weitere Digitalisierung des Recruitingprozesses helfen würde. Liegt der digitalisierte Anteil im Bewerbungsprozess unter 25 Prozent, sind es sogar nur 13 Prozent. Dagegen vertrauen  Unternehmen, in denen mehr als die Hälfte der Schritte im Bewerbungsprozess digital abgewickelt werden, 73 Prozent in die Digitalisierung. 

Vertrauen allein reicht nicht aus
Weitere Zahlen der Umfrage zeigen jedoch, dass mit Vertrauen allein nicht automatisch mehr Bewerber einhergehen: Bei Unternehmen, deren Bewerbungsprozesse wenig bis mehrheitlich digitalisiert sind (anteilig 25 bis 75 Prozent), klagen im vergleichsweise viele über zu wenig Bewerber (27 Prozent gaben dies an). Beim Digitalisierungsgrad von über 75 Prozent sinkt dieser Wert wiederum auf 17 Prozent. Ein ganzheitlicher, digitaler Bewerbungsprozess zahlt sich demnach besonders aus. Unternehmen, die von Personalmangel betroffen sind, sollten die digitale Umstrukturierung demnach entsprechend konsequent umsetzen.

Digitalisierte Arbeitsprozesse können sich zudem auch positiv auf die Stimmung der Angestellten in der Personalabteilung auswirken: 55 Prozent der Befragten geben an, dass Sie es begrüssen, wenn Ihnen Routinearbeit durch weitere Automatisierung des Bewerbungsprozesses abgenommen werden würde. Bei den Befragten, die deutlich zu viele Bewerbungen haben, sind es 73 Prozent. 

Thomas Kaiser, Director Outside Sales, von Indeed kommentiert: «Wir sehen, dass die Zufriedenheit im Recruitment mit der Digitalisierung wächst, umso mehr digitale Bewerbungstools im Alltag verwendet werden. Gleichzeitig scheuen viele Unternehmen noch die konsequente Digitalisierung ihrer Bewerbungsprozesse. Dabei bietet diese Entwicklung viele Chancen: Online-Stellenanzeigen erhöhen die Reichweite, Teile des Prozesses können automatisiert werden und mit Tools wie digitalen Assessments oder Video-Interviews können schneller mehr passende Bewerbende herausgefiltert werden. Damit werden Ressourcen in den Personalabteilungen und auch bei den Bewerbenden geschont und können an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden.»

In diesen Jobbereichen werden derzeit die meisten Homeoffice-Stellen ausgeschrieben:

 

Bereich

Anteil Homeoffice

in Prozent

Software-Entwicklung

22,27

IT-Support

20,73

Informationsdesign & Dokumentation

20,44

Marketing

18,93

Kundendienst

16,22

Bank- & Finanzwesen

15,75

Vertrieb

15,01

Personalwirtschaft

13,96

Projekt Management

13,68

Rechtswesen

11,91


Über die Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 433 Personen zwischen dem 03. und 23.09.2021 in der Schweiz teilnahmen, die mindestens im mittleren Management in Unternehmen ab zehn Mitarbeitenden tätig sind.

Über Indeed
Über Indeed suchen mehr Menschen nach ihrem nächsten Job als über jede andere Jobseite (bezogen auf Total Visits, Quelle: comScore). Indeed bietet Kandidaten in mehr als 60 Ländern und 28 Sprachen über Desktop und mobile Endgeräte Zugang zu Jobs auf der ganzen Welt. Insgesamt mehr als 250 Millionen Menschen nutzen Indeed jeden Monat für die Jobsuche, um ihren Lebenslauf hochzuladen oder um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren (Google Analytics; Unique Visitors, September 2020). Weitere Informationen auf ch.indeed.com.

(Quelle: Medienmitteilung Indeed)

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