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Salary Budget Planning Report 2025: Unternehmen bremsen bei Gehaltserhöhungen – Budgets bleiben 2026 unverändert

Mehr als die Hälfte der Organisationen in der Schweiz passten im letzten Lohnzyklus ihre Budgets an (57%). Rund ein Drittel (35%) dieser Organisationen verzeichneten für 2025 keinen Unterschied zwischen den geplanten und den tatsächlichen Lohnbudgets. Bei 48% derjenigen Organisationen, die tiefere Lohnbudgets als im Vorjahr veranschlagen, nannten die meisten als Hauptgründe Sorgen bezüglich Kostenmanagement (52%) sowie eine erwartete Rezession oder schwächere Geschäftsergebnisse (48%). Dies zeigt die regelmässig durchgeführte Umfrage von WTW, einem führenden globalen Beratungs- und Lösungsunternehmen.
„Die Budgets bleiben vordergründig zwar stabil, doch die Art, wie sie eingesetzt werden, wandelt sich spürbar. Unternehmen gehen gezielter vor, wie sie Löhne verteilen, wo sie investieren und welche Resultate sie damit erreichen wollen. Arbeitgeber reagieren nicht mehr nur auf wirtschaftliche Signale, sondern richten ihre Vergütungspolitik stärker darauf aus, die Erreichung der übergeordneten Geschäftsziele auch in unsicheren Zeiten bestmöglich zu unterstützen“, sagt Stephan Wildner, Managing Director WTW Schweiz.
Herausforderungen in der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden
Organisationen in der Schweiz sehen sich im Vergleich zu den letzten zwei Jahren zunehmend mit Herausforderungen bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden konfrontiert. Dieses Jahr berichten zwei Drittel (65%) von Schwierigkeiten – ein Anstieg von 4 Prozentpunkten gegenüber 2023.
Als Reaktion auf den angespannten Arbeitsmarkt haben Unternehmen eine Reihe an Massnahmen ergriffen, um ihre Belegschaft zu unterstützen. Unter anderem verbessern sie die Employee Experience (37%), erhöhen die Nutzung von Möglichkeiten zur Weiterbildung oder setzen diese gezielt ein (37%), legen einen stärkeren Fokus auf Diversität, Chancengleichheit und Inklusion (36%), bieten mehr Flexibilität am Arbeitsplatz (35%) oder passen Gesundheits- und Vorsorgeleistungen an (34%).
Dagegen haben nur wenige Unternehmen ihre Vergütungsprogramme angepasst oder planen dies zu tun (17%). Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf einem verstärkten Einsatz von Retention- oder Einmalboni (36%), einer umfassenden Überprüfung der Vergütungsstruktur für alle Mitarbeitenden (33%), gezielten Vergütungsanalysen einzelner Gruppen von Mitarbeitenden (31%), Neueinstellungen im oberen Bereich der Lohnbänder (31%) sowie auf höheren Einstiegsgehältern (29%).
Investitionen über höhere Lohnkosten hinaus
Neben diesen Bemühungen kämpfen zwei Drittel der Unternehmen weiterhin mit höheren jährlichen Lohnkosten. Über sechs von zehn Organisationen berichten, dass ihre gesamten jährlichen Lohnkosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.
«Arbeitgeber stehen vor wirtschaftlicher Unsicherheit, steigenden Arbeitskosten und veränderten Bedürfnissen und Erwartungen der Mitarbeitenden. Mit Blick auf die Zukunft investieren sie deshalb über Lohnerhöhungen hinaus in ihre Belegschaft – etwa in Karriereentwicklung, Wellbeing, Flexibilität und Fairness. Diese Faktoren sind entscheidend für Leistung, Bindung und Widerstandsfähigkeit in einem sich stark wandelnden Markt», so Stephan Wildner.
Über die Studie
Der Salary Budget Planning Report wird von WTW’s Rewards Data Intelligence erstellt. Die Umfrage fand von April bis Juni 2025 statt. Weltweit wurden rund 32’000 Antworten aus Unternehmen in 168 Ländern ausgewertet. In der Schweiz beteiligten sich 492 Organisationen.
Über WTW
WTW (NASDAQ: WTW) bietet datengesteuerte, erkenntnisorientierte Lösungen in den Bereichen Personal, Risiko und Kapital. Wir nutzen die globale Sichtweise und das lokale Fachwissen unserer Kollegen in 140 Ländern und Märkten, um Unternehmen dabei zu helfen, ihre Strategie zu schärfen, ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern, ihre Mitarbeitenden zu motivieren und ihre Leistung zu maximieren. Gemeinsam mit unseren Kunden decken wir Chancen für nachhaltigen Erfolg auf – und bieten Perspektiven, die Sie bewegen. In der Schweiz ist WTW mit Niederlassungen in Zürich, Genf und Lausanne vertreten.
(Quelle: Medienmitteilung von WTW)
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