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Programmatic Recruiting: Unterwegs im datengetriebenen Talentmarkt
Der Wettbewerb um Talente ist hart, und die besten Kandidatinnen und Kandidaten sind oft gar nicht aktiv auf Jobsuche. Sie müssen gefunden werden, nicht umgekehrt. Genau hier setzt Programmatic Recruiting an. Ein Begriff, der in HR-Kreisen zwar immer häufiger auftaucht, aber oft noch mit einem Schulterzucken quittiert wird: zu technisch, zu komplex, zu weit weg vom Tagesgeschäft. Dabei ist der Grundgedanke einfach: Stellenanzeigen werden datenbasiert, automatisiert und gezielt an relevante Zielgruppen ausgespielt.
Was ist Programmatic Recruiting?
Programmatic Recruiting ist die Anwendung von Programmatic Advertising auf die Personalgewinnung. Eine Stellenanzeige wird dabei nicht einfach auf einer Plattform veröffentlicht und dem Zufall überlassen. Sie wird gezielt jenen Menschen ausgespielt, die aufgrund ihres digitalen Verhaltens, ihrer Interessen, ihres Standorts oder anderer relevanter Signale mit hoher Wahrscheinlichkeit zur offenen Stelle passen. Und das automatisiert, in Echtzeit, über Tausende von Websites, Apps und digitale Kanäle hinweg. Die Logik dahinter: Daten reduzieren Streuverlust. Die Botschaft erreicht nicht mehr möglichst viele, sondern möglichst relevante Personen, aktiv Stellensuchende ebenso wie passive Kandidatinnen und Kandidaten, die ein passendes Angebot erst noch entdecken müssen. Über Auktionsverfahren werden Werbeplätze effizient eingekauft. In Millisekunden wird entschieden, ob eine Anzeige ausgespielt wird und zu welchem Preis. Algorithmen optimieren die Kampagne laufend, damit das Budget dort eingesetzt wird, wo es die grösste Wirkung entfaltet. Was in der Produktewerbung längst Standard ist, hält damit zunehmend Einzug ins Recruiting.
Warum klassische Kanäle an ihre Grenzen stossen
Jobboards, Social Recruiting, Headhunting, SEO und Mitarbeitendenempfehlungen bleiben wichtig. Sie haben alle ihre Berechtigung, erreichen jedoch jeweils nur bestimmte Teile des Talentmarkts.
Jobboards erreichen primär aktiv Suchende. Das ist nur ein Teil des Talentmarkts. Passive Kandidatinnen und Kandidaten scrollen nicht täglich durch Stellenportale. Sie sind beschäftigt, oft zufrieden genug, aber durchaus offen für das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt. Diese Gruppe bleibt mit klassischen Jobboards weitgehend unerreicht.
Social Recruiting auf Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok oder LinkedIn hat diesen Ansatz erweitert. Stellenanzeigen und Employer-Branding-Inhalte lassen sich dort auch Personen ausspielen, die nicht aktiv suchen. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem reinen Jobboard- Modell. Dennoch bleibt man an das jeweilige Plattform-Ökosystem gebunden.
Headhunting und Active Sourcing sind wertvoll …
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