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KI als Bedrohung?: Mehr künstliche Intelligenz bedeutet nicht immer mehr Leistung
«Da KI immer leistungsfähiger und teurer wird, verlagert sich der Fokus vom Experimentieren mit dem, was möglich ist, hin zur Frage, wo die Technologie tatsächlich einen Mehrwert schaffen kann. Dies erfordert nicht nur Kenntnisse über KI, sondern auch menschliches Fachwissen, kritisches Denken und strategische Entscheidungen darüber, wo und wie die Arbeit organisiert wird», erklärt Yves de Beauregard, Vice President Core Markets bei TMC.
KI annehmen statt meiden
Fachkräfte möchten KI ganz klar in ihre Arbeit integrieren. Auf die Frage, welche Kompetenzen sie entwickeln möchten, um auch in Zukunft so relevant wie möglich zu bleiben, nannten 40 Prozent der 345 Befragten KI-bezogene Kompetenzen. Die häufigsten Antworten bezogen sich auf KI-Agenten, gefolgt von Prompt Engineering und allgemeinen KI-Kompetenzen.
Neben KI-Kompetenzen kristallisierten sich auch Soft Skills als wichtige Fähigkeiten für die Zukunft heraus. Kritisches Denken nannten die Befragten am häufigsten, gefolgt von Coaching und Kommunikation. Dies sind Kompetenzen, die nicht unbedingt im Widerspruch zur KI stehen, sondern vielmehr darüber entscheiden, wie die Technologie eingesetzt wird. Fachkräfte müssen nicht nur verstehen, was ein KI-Tool leisten kann, sondern auch, wie sie beurteilen können, ob ein Ergebnis korrekt ist, ob eine Anwendung einen Mehrwert bietet und wann es tatsächlich besser sein kann, auf KI zu verzichten.
Dies deutet darauf hin, dass die Einstellung der Fachkräfte gegenüber KI in erster Linie pragmatisch ist: Sie wollen nicht verhindern, dass KI ihre Arbeit verändert, sondern vielmehr lernen, wie sie die Technologie so effektiv wie möglich nutzen können.
Vom Hype zum gezielten Einsatz
Laut De Beauregard ist dieser Wandel auch innerhalb von Unternehmen sichtbar. «In den letzten Jahren hat sich KI rasch vom Experimentierstadium zum alltäglichen Einsatz entwickelt. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der vermehrte Einsatz von KI nicht automatisch zusätzlichen Mehrwert schafft. Dieser Mehrwert lässt sich nur erzielen, wenn sich Unternehmen auf hochwertige Daten und Branchenexpertise stützen können. KI-Anwendungen erfordern zudem Rechenleistung, Rechenzentrumskapazität und Energie. Gleichzeitig ist der Zugang zu bestimmten Modellen und Anwendungen zunehmend mit Kosten verbunden, wobei die Abonnementgebühren weiter steigen. Die Knappheit an Rechenleistung und Kapazität macht es daher immer wichtiger, kritisch zu prüfen, wo KI tatsächlich zum Einsatz kommen soll.»
TMC verfolgt diese Entwicklung unter anderem über den internationalen AI Hub, der nun seit einem Jahr in Betrieb ist. Dieser bringt Experten aus verschiedenen Ländern und Fachbereichen zusammen und unterstützt Aktivitäten wie KI-Schulungen, Beratung und die Entwicklung neuer Anwendungen.
KI nachhaltiger gestalten
Der AI Hub untersucht zudem, wie KI sich effizienter und umweltfreundlicher einsetzen lässt. KI verbraucht erhebliche Mengen an Energie und Wasser und verursacht erhebliche CO2-Emissionen. Das Team befasst sich daher mit alternativen Technologien und Anwendungsmöglichkeiten, darunter auch energieeffizientere Wege zum Einsatz von KI.
Dieser Schwerpunkt steht im Einklang mit der Bedeutung, die Hightech-Fachkräfte der Nachhaltigkeit beimessen. Die Untersuchung zeigt, dass 76 Prozent der Befragten es für wichtig halten, dass ihre Arbeit zu einer nachhaltigeren Welt beiträgt. Dennoch geben nur 40 Prozent der Fachkräfte in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Ingenieurwesen an, dass Nachhaltigkeitsvorschriften ihre täglichen Entscheidungen beeinflussen. Im Bereich Betrieb und Service liegt dieser Wert mit 68 Prozent etwas höher.
TMC setzt sich für einen nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Einsatz von KI ein. «Die Zahlen zeigen, dass Nachhaltigkeit breite Unterstützung findet, es jedoch noch nicht selbstverständlich ist, dies in konkrete Entscheidungen am Arbeitsplatz umzusetzen. Die Suche nach nachhaltigeren Wegen für die KI-Nutzung ist daher unerlässlich. Eine KI-Anwendung sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie einen echten Mehrwert bietet, beispielsweise durch Zeitersparnis oder verbesserte Sicherheit», erklärte De Beauregard.
(Quelle: Medienmitteilung von TMC – The Member Company)
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