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Körperliche Warnsignale ernst nehmen: «Panik am Arbeitsplatz? Dein Kopf ist nicht das Problem. Aber dein Körper»

Jeden Monat greifen in unserer Kolumne Persönlichkeiten aus der HR- und Wirtschaftswelt aktuelle Themen und Entwicklungen auf. Diesen Monat schreibt Mental Health Trainer Dennis Fröhlich über körperliche Signale, auf die man besser hört.

Von: Dennis Fröhlich   Teilen  

Dennis Fröhlich

Dennis Fröhlich ist Mental Health Trainer, studierter Fitnessökonom und zert. Psycho-Neuro-Immunologe sowie ehemaliger Betroffener von Panikattacken und Angstzuständen. Er widmet sich seit über 10 Jahren der Thematik, wie Körper und Geist die mentale Gesundheit beeinflussen.

Körperliche Warnsignale ernst nehmen

Sie kommt scheinbar aus dem Nichts: Kurz vor der Besprechung, auf dem Weg ins Büro, beim Gespräch mit einem Arbeitskollegen oder beim Lesen einer Mail: Panik. Die Brust wird eng, der Atem flach, der Puls rast. «Reiss dich zusammen», sagt der Kopf. Doch genau das funktioniert irgendwann nicht mehr.

Unser Berufsalltag ist durchgetaktet bis auf die letzte Minute. Wir organisieren, optimieren, performen. Während Stress inzwischen als akzeptierte Herausforderung gilt, werden Angstzustände und Panikattacken im Beruf häufig tabuisiert. Viele versuchen, sie mit Unterdrückung oder reiner Disziplin zu kontrollieren. Dabei wird häufig eine zentrale Tatsache übersehen: Mentale Symptome und Überlastungen lassen sich nicht allein auf mentaler Ebene lösen.

Wer im Job dauerhaft unter Strom steht, braucht keine weiteren Gespräche oder Mentalstrategien. Es braucht ein stabiles Nervensystem, das Belastungen regulieren kann. Denn Angst und Panik sind keine Denkfehler. Sie sind die stärkste körperliche Reaktion auf ein dauerhaft überfordertes System. Wer sie regulieren will, muss lernen, seinen Körper gezielt einzusetzen, indem nicht tief, sondern ruhig geatmet wird (z.B. vier Sekunden ein, sechs aus), Muskeln gelockert und entspannt werden oder kurz frische Luft geschnappt wird. Ein kaltes Glas Wasser, kühle Hände oder ein kalter Waschlappen im Nacken können ebenfalls hilfreich sein.

Auch Kolleg*innen können einen wertvollen Beitrag leisten. Statt Fragen und Analysen zu stellen, helfen klare und ruhige Sätze wie «Setz dich kurz, ich bleib bei dir» oder «Lass uns einen Moment rausgehen». Es müssen keine Lösungen geboten, sondernes muss Sicherheit ausgestrahlt werden.

Angst und Panik im Job ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schrei des Körpers nach Entlastung. Und genau darin liegt auch der Schlüssel: Mentale Gesundheit beginnt im Körper. Und das können alle.

Diese Kolumne ist in der Ausgabe September 2025 von personalSCHWEIZ erschienen.

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