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KI im Job: KI privat top, im Job Fehlanzeige

Münschen, 07.07.26 – Wer privat mit ChatGPT recherchiert, Copilot Texte schreiben lässt oder mit Gemini Ideen sortiert, legt diese Routine an der Bürotür oft wieder ab. Das belegt die aktuelle Omnibus-Befragung Q2.2026 von elaboratum: 82 Prozent der Befragten greifen privat zu KI-Tools, beruflich sind es nur 59 Prozent. Anders gesagt: Beruflich verzichtet mehr als jeder Dritte komplett auf KI (41 Prozent „nie"), privat nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent „nie").

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KI im Job

Die Lücke ist keine Frage des Könnens. Sie zeigt, wo Unternehmen Wert liegen lassen.

Recherche und Texte laufen längst, nur privat

Am häufigsten nutzen die Befragten KI für Recherche (64 Prozent), Textgenerierung (43 Prozent) und Brainstorming (41 Prozent). Genau diese Aufgaben fallen auch im Job täglich an. Die Kompetenz dafür bringen viele Mitarbeitende also längst mit. Sie erproben sie nur im Privaten, wo niemand nach Freigaben, Richtlinien oder Datenschutz fragt.

„Die Menschen haben KI im Alltag angenommen. Im Unternehmen scheitert die Nutzung nicht an fehlender Kompetenz, sondern an fehlenden Leitplanken", sagt Joachim Stalph, Managing Partner bei elaboratum. „Wo Regeln zum Umgang mit vertraulichen Daten fehlen, entscheiden sich Mitarbeitende im Zweifel gegen das Tool. Nicht aus Unwissen, sondern aus Vorsicht."

Kontrolle bleibt Bedingung, auch das erklärt die Zurückhaltung im Job

Die Befragung zeigt zugleich, warum Unsicherheit besonders am Arbeitsplatz bremst: KI ist als Assistent akzeptiert, solange der Mensch die Kontrolle behält. Eine Empfehlung erstellen lassen, dem stimmen 34 Prozent zu. Eine Empfehlung ungeprüft übernehmen, das lehnen 68 Prozent ab. „Human in the Loop" ist für die Befragten keine Option, sondern Voraussetzung.

Diese Skepsis reicht bis zu den Ergebnissen selbst. KI-generierte Bilder bewerten 43 Prozent negativ, nur 23 Prozent positiv. Wer KI im Job einsetzt, sollte also nicht nur regeln, wie sie genutzt wird, sondern auch, wo das Ergebnis eine menschliche Prüfung braucht, bevor es nach außen geht.

Fehlt im Unternehmen der Rahmen, der genau diese Kontrolle organisiert, bleibt das vorhandene Können ungenutzt.

Was Unternehmen tun können

Reiner Tool-Zugang reicht nicht. Wer aus vorhandener Kompetenz echten Wert schöpfen will, baut zuerst Vertrauen, dann Reichweite. Den Anfang macht eine klare Regel auf einer Seite, welche Daten in welches Tool dürfen und welche nie. Sie ist kein Bürokratie-Akt, sondern der Rahmen, der Mitarbeitenden die Unsicherheit nimmt, die sie heute vom Tool wegtreibt. Danach lohnt der Start in einem Bereich, in dem KI direkt auf die Kundenbeziehung einzahlt, etwa im Kundenservice oder im Vertrieb, wo sich guter Einsatz schnell in Antwortqualität und Reaktionszeit zeigt. Für wiederkehrende Aufgaben wie das Zusammenfassen eines Angebots oder das Entwerfen einer Antwort nimmt eine gemeinsame Prompt-Bibliothek die Einstiegshürde und sorgt zugleich für einheitliche Qualität nach außen. Bei allem, was Kunden erreicht, bei Verträgen und Geldthemen bleibt der Mensch die letzte Instanz, bevor etwas rausgeht, genau die Kontrolle, die auch die Befragten erwarten. Und ein erster sichtbarer Erfolg, ein schnelleres Angebot oder eine spürbar bessere Kundenantwort, überzeugt das Team mehr als jede Schulungsfolie.

„Man muss niemandem mehr erklären, was ein Prompt ist", so Stalph. „Die Aufgabe ist, den erlaubten Rahmen zu setzen und konkrete Beispiele an die Hand zu geben. Dann verlagert sich die Nutzung von selbst vom Feierabend in den Arbeitstag."

Zur Befragung

Die Omnibus-Befragung Q2.2026 von elaboratum wurde vom 3. bis 11. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 199 Personen in Deutschland, gleich verteilt auf Geschlecht und breit gestreut über Alter, Einkommen und Berufsfelder.

Über die elaboratum GmbH

elaboratum denkt Digitalberatung neu. Mit konsequentem Blick auf die Menschen hinter allen Entscheidungen führt das 2010 gegründete Unternehmen Digitalprojekte zum Erfolg. Die mehr als 80 Mitarbeitenden von elaboratum helfen Unternehmen, Menschen zu verstehen und Digitalisierung so einzusetzen, dass langfristige und vertrauensvolle Beziehungen entstehen. Die Digitalberatung unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung eines Designs und eines Konzeptes bis hin zur Realisierung dieser. Zu ihren Kunden zählen Allianz, Birkenstock, EON, Carglass, Melitta, Telekom, Telefonica, ZEG und Zurich sowie viele weitere Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Versicherungen, Banking, Telekommunikation und Hersteller. Neben dem Hauptsitz in München hat das Unternehmen weitere Standorte in Hamburg, Köln, Zürich und Bern.

(Quelle: Medienmitteilung von elaboratoum GmbH)

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