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Great Place to Work: Trotz Pandemie schaffen diese Organisationen die Auszeichnung als «Beste Arbeitgeber der Schweiz»

Die diesjährigen besten Arbeitgeber der Schweiz der jeweiligen Kategorie heissen Cisco, AbbVie und Alnylam Switzerland. Durch die Pandemie war Führungsqualität der wichtigste Faktor, um als einer der Best Workplaces™ ausgezeichnet zu werden. Unter Homeoffice und Remote-Work hat vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl unter Mitarbeitenden stark gelitten.

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Great Place to Work

Die als Best Workplaces™ ausgezeichneten Arbeitgeber 2021
Bereits zum 13. Mal wurden die Best Workplaces™ Switzerland 2021, die «Besten Arbeitgeber der Schweiz», von Great Place to Work ausgezeichnet. Mit knapp 150 Organisationen hat Great Place to Work im vergangenen Jahr zusammengearbeitet. 45 Organisationen wurden in den Kategorien Small, Medium und Large als Best Workplaces™ ausgezeichnet und gehören damit zu den besten der Schweiz.
 

Der erste Platz der Kategorie Large mit mehr als 250 Mitarbeitenden belegt Cisco. Bereits 2018, 2012 und 2011 führte das Telekommunikations-Unternehmen die Rangliste an. In Kategorie Medium mit 50-249 Mitarbeitenden belegt AbbVie den ersten Platz. Damit wiederholt das Biopharma-Unternehmen den Erfolg von 2020. In der Kategorie Small mit 20-49 Mitarbeitenden schaffte es das medizinische Forschungsunternehmen Alnylam Switzerland GmbH auf den ersten Platz. Sie schaffen es damit erstmals auf ein Podestplatz, seit sie 2019 das erste Mal ausgezeichnet wurden.

Ebenfalls als Best Workplaces™ wurden unter anderem bekannte Schweizer Arbeitgeber wie LGT Bank Schweiz und Liechtenstein, Lidl Schweiz, Schulthess Maschinen, TrekFahrrad, SC Johnson, Zumtobel Licht, Schweizer Salinen, Holle Baby Food oder Grohe Schweiz ausgezeichnet. Dies zeigt, dass branchenunabhängig an der Arbeitsplatzkultur gearbeitet wird, um die besten Talente angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels anzuziehen.

Weshalb Organisationen als Best Workplaces™ ausgezeichnet werden
Aufgrund der unsicheren Lage durch die Corona-Pandemie war gerade das letzte Jahr eine grosse Herausforderung für viele Organisationen. Die Homeoffice Pflicht wurde eingeführt, Prozesse mussten schnellstens digital funktionieren und die Kommunikation fand fast ausschliesslich virtuell statt. Umso spannender ist deshalb zu sehen, dass gerade im Vergangenen Jahr die Führungsdimension ein zentraler Aspekt der Best Workplaces™ darstellt, wie unsere Datenauswertungen zeigen. Einer starken Führungsqualität stimmten in einer repräsentativen Befragung von durchschnittlichen Arbeitgebern lediglich 53% der Mitarbeitenden zu. Great Place to Work zertifizierte Organisationen hingegen erhielten 66% Zustimmung, Best Workplaces™ gar 81%.

Beispielsweise erhielt die Aussage «Die Führungskräfte sind gut erreichbar und unkompliziert anzusprechen» bei den Best Workplaces™ eine Zustimmung von 84%. Oder im Bereich der persönlichen Wertschätzung durch Führungskräfte, wo 79% der Aussage «Die Führungskräfte zeigen aufrichtiges Interesse an mir als Person und nicht nur als Arbeitskraft» zustimmen. Das ist 30% höher als der Schweizer Durchschnitt!

Dr. Thomas Schneider, Consultant und Mitinhaber von Great Place to Work Switzerland, erklärt die Wichtigkeit von Kommunikation und Wertschätzung folgendermassen: «Diese Pandemie war für Organisationen wie ein Sturm für ein Schiff auf hoher See. Dann braucht es eine gute Kapitänin, die ihrem Team vertrauen kann und der das Team vertraut. Sie baut dieses Vertrauen unter anderem durch transparente Kommunikation auf. Etwa, indem sie offenlegt, dass es auch mal stürmisch werden kann. Oder indem sie die Beiträge der einzelnen Teammitglieder sieht und wertschätzt. Man stelle sich vor, dass die Person vom Ausguck nicht mitteilt, dass Land in Sicht ist, nur weil sich diese Person nicht wertgeschätzt fühlt. Oder noch schlimmer: weil sich die Person nicht traut, etwas zu sagen. Das wäre verheerend. Darum ist Führung und vor allem vertrauensbasierte Führung so wichtig – und umso wichtiger um das Schiff sicher durch die Pandemie bringen.»

Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf die Arbeitsplatzkultur?
Normalerweise schwanken die Antworten von Jahr zu Jahr nur gering. Die ausserordentliche Lage der Pandemie beeinflusst jedoch die Arbeitsplatzkultur aller Organisationen stark. Das zeigt ein Vergleich der Antworten der Mitarbeiterbefragungen der Best Workplaces™ von 2018-2020 mit denjenigen von 2021. Einerseits sind sozialen Aspekte wie beispielsweise das gemeinsame Feiern von Erfolgen nicht mehr im selben Masse möglich. Besonders für Organisationen mit einem starken Fokus auf das Zusammengehörigkeitsgefühl ist dieser Umstand herausfordernd. (-7%) Andererseits wird die Transparenz hinsichtlich der Arbeitsweise und Kommunikation im Team verringert. Die Wahrnehmung von Kooperationsbereitschaft und Engagement der Arbeitskollegen hat im vergangenen Jahr auch bei den besten Arbeitgebern leicht abgenommen (- 4%).

Michael Hermann, Consultant und Mitinhaber von Great Place to Work Switzerland, fasst die künftigen Herausforderungen so zusammen: «Die Mitarbeitenden haben in vielen Fällen auch im Homeoffice mehr geleistet als in normalen Zeiten. In den nächsten Monaten wird es für alle Organisationen darum gehen, das Gemeinschaftsgefühl wieder zu stärken, Anerkennung für den Einsatz zu zeigen und flexible Wege der Zusammenarbeit zu finden um als Arbeitgeber attraktiv zu sein.»

Rangliste Best Workplaces™ 2021 Schweiz

Grosse Unternehmen (250+ Mitarbeitende)
1. Cisco (Information Technology), 362 Mitarbeitende
2. Sensirion AG (Manufacturing & Production // Electronics), 701 Mitarbeitende
3. SAP (Schweiz) AG (Information Technology // Software), 844 Mitarbeitende

Mittelgrosse Unternehmen (50-249 Mitarbeitende)
1. AbbVie AG (Biotechnology & Pharmaceuticals – Pharmaceuticals), 210 Mitarbeitende
2. Amgen European Hub (Biotechnology & Pharmaceuticals), 214 Mitarbeitende
3. Trek Fahrrad GmbH (Retail – Specialty), 65 Mitarbeitende

Kleine Unternehmen (20-49 Mitarbeitende)
1. Alnylam Switzerland GmbH (Biotechnology & Pharmaceuticals // Biotechnology), 35 Mitarbeitende
2. Holle baby food AG (Manufacturing & Production – Food products), 48 Mitarbeitende
3. SFL Regulatory Affairs & Scientific Communication GmbH (Professional Services), 32 Mitarbeitende

Die vollständige Liste finden Sie unter: https://www.greatplacetowork.ch/ausgezeichnete-arbeitgeber/best-workplaces/2021

Details zur Methodik
Im Gegensatz zu anderen Rankings, die ohne oder mit wenigen Rückmeldung der Mitarbeitenden erstellt werden, basieren die Ergebnisse von Great Place to Work auf einer anonymen Befragung aller Mitarbeitenden (Trust Index™) sowie der Erhebung der Kennzahlen (Culture Brief™) und der Auswertung der Personalprozesse und -massnahmen der Organisationen (Culture Audit™). Um als einer der Best Workplaces™ ausgezeichnet zu werden, müssen Organisationen einen Trust Index™ von mindestens 70% erreichen und die Kriterien des Culture Audit™erfüllen. Nicht ausgezeichnete Unternehmen werden nicht aufgeführt. Die Teilnahme an den Best Workplaces™ ist für jede Organisation ab 20 Mitarbeitenden möglich.

Über Great Place to Work® Switzerland
Als international tätige Beratungsfirma mit Standorten in über 60 Ländern hilft Great Place to Work® Organisationen bei der Entwicklung einer hervorragenden Arbeitsplatzkultur. In der Schweiz wurde Great Place to Work® 2008 gegründet und hat Niederlassungen in Zürich und Lausanne. Great Place to Work® verwendet für die Analyse der Arbeitsplatzkultur ein weltweit etabliertes Modell mit evidenzbasierten Standards. Organisationen mit einer hervorragenden Arbeitsplatzkultur gelingt es, das Potential all ihrer Mitarbeitenden zu aktivieren und dadurch die Wertschöpfung zu erhöhen. Die Grundlage dafür bildet das gegenseitige Vertrauen, die gelebten Werte sowie die Führungsqualität. Anhand einer Mitarbeitendenbefragung und eines Culture Audit können die Stärken und Potenziale der Arbeitsplatzkultur evaluiert und durch konkrete Massnahmen weiterentwickelt werden. Diese Vorgehensweise zeigt sowohl den Einfluss auf die Wertschöpfung und ermöglicht den Vergleich mit anderen Organisationen. So wird sowohl die Grundlage für die Zertifizierung als Great Place to Work® und Best Workplaces™, als auch für die Zertifizierung der Schweizer Lehrbetriebe als «Great Start!» geschaffen. Jährlich evaluiert Great Place to Work® Switzerland von rund 200 Organisationen – von KMU bis Grossunternehmen – die Arbeitsplatzkultur und unterstützt sie so in ihrer Entwicklung zu attraktiven Arbeitgebern.

(Quelle: Medienmitteilung Great Place to Work Switzerland)

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