Aktuelles

Kolumne Mai 2019

Gender Diversity: Wo stehen wir im Jahr 2019?

Jeden Monat wirft in unserer Kolumne eine Persönlichkeit aus der HR- und der Wirtschaftswelt einen Blick auf aktuelle Themen und Entwicklungen. Diesen Monat erklärt Andy Keel, Initiant von DOIT-smart Gender Diversity Consulting, was ein Bild mit eMBA-Abgängern mit Gender Diversity zu tun hat.

Von: Andy Keel  Teilen 

Andy Keel

Andy Keel ist Initiant von DOIT-smart Gender Diversity Consulting sowie Inhaber der Teilzeit AG.

Gender Diversity

Das HR schreibt: Diesen Monat mit Andy Keel, Initiant von DOIT-smart Gender Diversity Consulting

Vor Kurzem hat die Hochschule Luzern (HSLU) in der NZZ am Sonntag ein Bild mit eMBA-Abgängern veröffentlicht. 29 strahlende Gesichter erblickt der Leser darauf – ein weibliches sucht er vergebens. Würden die eMBA-Absolventen die Schweizer Geschäftsleitungen repräsentieren, so würde sich zu den in Luzernblau gekleideten Männern noch eine Frau in einem urigelben Kleid gesellen: In den Schweizer Geschäftsleitungen sind lediglich – je nach Quelle – sechs bis acht Prozent Frauen vertreten.


Mit meiner vor zwei Jahren gegründeten Gender-Diversity-Unternehmensberatung DOIT-smart haben wir in den letzten Monaten 55 namhafte Unternehmen auf Stufe CEO/Head HR besucht und das Thema strategisch erörtert. Wie die HSLU – welche mit dem Bild in den sozialen Medien einen kleinen Shitstorm ausgelöst hat – reagieren die CEOs mit dem gleichen Kommunikationsmuster. Die Frage nach Frauen im Kader oder nach der Quote wird zunächst als Angriff empfunden. Niemand ist explizit gegen Frauenförderung oder würde den Nutzen von diversen Teams aberkennen, jedoch sehen nur sehr wenige deren Potenzial oder erachten es als strategische Priorität.


«Ich würde sofort eine Kaderfrau anstellen – doch es bewerben sich keine!» Diese Antwort ist in der Schweiz salonfähig geworden, und zwar nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei politischen Parteien. Dass dies nicht der Fall sein kann, ist offensichtlich. Jüngstes Beispiel sind die Wahlerfolge der GLP und der Grünen in Zürich, wo hauptsächlich jung und weiblich gewählt wurde. Aber auch in Unternehmen, die ihre «Hausaufgaben» gemacht haben, zeigen Bewerberinnen-Quoten steil nach oben. Die Pipeline von Kaderfrauen ist der Schlüssel zu mehr Diversität in den Führungsetagen.


Solange aber die strategische Priorität des Themas ein Mauerblümchendasein fristet, wird die Frau im urigelben Kleid weiterhin Exotin unter den luzernblauen Männern bleiben.

www.doit-smart.org

Diese Kolumne ist in der Maiausgabe 2019 von personalSCHWEIZ erschienen.

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