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Fachkräftemangel: Technische Berufe sind nicht die Nummer Eins

Damit die Schweizer Wirtschaft ihr bisheriges Wirtschaftswachstum halten kann, ist sie auf Fachkräfte angewiesen. In vielen Berufen besteht jedoch ein Mangel an qualifiziertem Personal. Der erste Fachkräftemangel-Index Schweiz zeigt auf, in welchen Berufen der Mangel im ersten Quartal 2018 besonders ausgeprägt war.

Von: Mathias Liechti / COMM  Teilen Kommentieren 

Mathias Liechti / COMM

Mathias Liechti ist seit 2018 Chefredaktor von personalSCHWEIZ. Der Kommunikator FH hat sich in diversen Tätigkeiten bei Tageszeitungen und Onlineportalen ein breites publizistisches Know-how angeeignet.

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Die Digitalisierung schreitet rasant voran und verändert die Anforderungsprofile von Berufen zum Teil grundlegend. Auch die demografische Entwicklung beeinflusst unsere Arbeitsmärkte: Bereits heute werden mehr Menschen pensioniert als ins Arbeitsalter eintreten. Unternehmen können vakante Stellen nicht besetzen. Studien gehen davon aus, dass der Schweiz im Jahr 2030 rund eine halbe Million Arbeitskräfte fehlen werden.

«Für die Schweizer Wirtschaft ist es deshalb zentral, frühzeitig zu erkennen, welche Berufsgruppen vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind. Nur so können Wirtschaft und Politik passende Massnahmen ergreifen. Deshalb freuen wir uns, dass wir in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich einen Index entwickelt haben, der die Trends und Entwicklungen bei Angebot und Nachfrage nach Fachkräften aufzeigt», sagt Nicole Burth, CEO der Adecco Group Schweiz.

Gesamtschweizerisch akutester Fachkräftemangel im Treuhandwesen

Im ersten Quartal 2018 gab es gesamtschweizerisch im Treuhandwesen (Bücherexperten, Revisoren, Treuhänder, Steuerberater) am meisten offene Stellen pro arbeitsloser Person. Auf Platz zwei der Fachkräftemangel-Rangliste befinden sich die technischen Berufe (Elektro-, Maschinen-, Heizungs-, Textil-, Fernmelde-, Hoch- und Tiefbautechniker), gefolgt von den Ingenieurberufen (Architekten, Bauingenieure, Informatik-, Elektro-, Forstingenieure etc.). An vierter Stelle liegen die Berufe der Humanmedizin und Pharmazie (Ärzte, Apotheker, medizinische Praxisassistenten) und auf Platz fünf die Berufe der Informatik. Das Schlusslicht der gesamtschweizerischen Rangliste bilden die Berufe in der Textilverarbeitung, im Druck und im Lagerwesen. Diese Berufe sind mehrheitlich auch von der Stellenmeldepflicht betroffen.

In der Deutschschweiz fehlen am meisten Techniker

In der Deutschschweiz herrscht im ersten Quartal 2018 bei den technischen Berufen der akuteste Fachkräftemangel. Dazu Nicole Burth: «Es ist für Unternehmen sehr schwierig, solche Vakanzen zu besetzen. Leider gibt es immer noch zu wenig Frauen, die eine Ausbildung in den klassischen MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) absolvieren.» Auf Platz zwei befinden sich die Berufe des Treuhandwesens, auf Platz drei die Berufe der Humanmedizin und Pharmazie. Es zeigt sich ein akuter Ärztemangel, der sich im Vergleich zum Vorjahresquartal noch verschärft hat. Auf Platz vier befinden sich die Ingenieurberufe, auf Platz fünf die Informatikberufe. Auch bei diesen hat sich der Fachkräftemangel im Vergleich zum Vorjahresquartal akzentuiert. Den letzten Platz des Deutschschweizer Fachkräftemangel-Rankings belegen die Maschinisten. Sie sind die einzige Berufsgruppe im Bereich Technik und Informatik, die anstelle eines Fachkräftemangels einen Überhang an Arbeitslosen verzeichnet. «Stellen für Maschinisten, die häufig mit angelerntem Personal besetzt werden, verschwinden immer mehr. Aufgrund von Automatisierung und Digitalisierung sind Mitarbeitende mit höheren Qualifikationen gesucht», sagt Helen Buchs vom Stellenmarktmonitor Schweiz der Universität Zürich.

Ausführliche Studie zum Fachkräftemangel in der Schweiz im November

Im November 2018 erscheint eine ausführliche Studie zum Fachkräftemangel in der Schweiz. Die Berufsgruppen am Ende der Rangliste korrespondieren mit der Liste der von der Stellenmeldepflicht betroffenen Berufsarten. Die November-Ausgabe enthält eine Rangliste pro Sprachregion und detaillierte Analysen. Für sechs Grossregionen der Schweiz wird der Fachkräftemangel separat ausgewiesen. Zudem verdeutlichen die Analysen den zeitlichen Verlauf des Fachkräftemangels in elf Berufsgruppen.

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