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Fachkräftemangel: Jede fünfte Stelle bleibt unbesetzt

Zürich, 15. November 2023 - Aufgrund des akuten Fachkräftemangels in der Schweiz fällt es mehr als jedem zweiten Arbeitgeber schwer, passende Talente zu gewinnen. Das führt dazu, dass rund ein Fünftel der offenen Stellen gar nicht besetzt werden. Dies und mehr zeigen die Ergebnisse der «Employer Branding Studie 2023», welche in Zusammenarbeit zwischen JobCloud und der ZHAW entstanden ist.

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Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel ist in der Schweiz aktuell ein allgegenwärtiges Phänomen. Im Rahmen der «Employer Branding Studie 2023», die in Zusammenarbeit zwischen der ZHAW und JobCloud durchgeführt wurde, wurden Unternehmen aller Grössen und Branchen über Employer Branding und Fachkräftemangel befragt. Die Studie bestätigt, dass 56 % der Arbeitgeber in der Schweiz vom Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden betroffen sind. Besonders ausgeprägt ist der Fachkräftemangel bei Grossunternehmen, während kleine Unternehmen etwas weniger stark darunter leiden. «Der akute Fachkräftemangel führt häufig zu einem wahren War for Talents zwischen den Arbeitgebern, um qualifizierte Mitarbeitende auf dem Markt zu erreichen», so Davide Villa, CEO von JobCloud.

Die Studie zeigt zudem, dass der Fachkräftemangel in der Schweiz weitreichende Folgen für die Rekrutierung von Mitarbeitenden hat. Kann eine offene Stelle nach längerer Suche nicht besetzt werden, verlängern 59% der Unternehmen den Suchprozess. Auch die Einstellung einer Kompromiss-Person stellt für 34% der Unternehmen eine Alternative dar. Etwa ein Viertel der Unternehmen vergeben ein Suchmandat an externe Vermittler oder reduzieren ihre Anforderungen im Stellenprofil. Etwa jedes fünfte Unternehmen (21%) verzichtet sogar komplett auf die Stellenbesetzung oder lagert die gesuchte Funktion ins Ausland oder an Drittfirmen aus.

Die Rekrutierungsschwierigkeiten führen die befragten Unternehmen auf verschiedene Faktoren zurück. Zu den Hauptursachen gehören der Mangel an qualifizierten Bewerbenden sowie fehlende Kompetenzen (35%), die allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt (27%) sowie hohe Lohnansprüche der Bewerbenden (22%). Flexible Arbeitszeiten (17%), attraktive Konditionen (15%) und zusätzliche Benefits (10%) spielen ebenfalls eine Rolle. «Ein besonders wirkungsvoller Ansatz gegen den Fachkräftemangel besteht darin, aktuelle Mitarbeitende als Botschafter:innen einzusetzen, um direkt und proaktiv potenzielle Bewerbende anzusprechen» schildert Dr. Adis Merdzanovic, Dozent an der Fachstelle Communication & Branding am Institut für Marketing Management der ZHAW.

Online-Portale als Unterstützung für Employer Branding
Die Studie zeigt, dass auch Online-Portale neben sozialen Netzwerken und persönlichen Kontakten ein wichtiger Kanal sind, um die eigene Arbeitgebermarke zu stärken, denn diese werden von mehr als 40% der Studienteilnehmenden für das Employer Branding genutzt. «JobCloud als führender Anbieter im digitalen Rekrutierungsmarkt der Schweiz hat viele Angebote für die Kund:innen, um sich bei den potenziellen Kandidat:innen mit einem starken Employer Brand zu präsentieren, etwa die Arbeitgeberprofile auf den führenden Stellenportalen jobs.ch oder jobup.ch», so Davide Villa.Im Rahmen der «Employer Branding Studie 2023» wurden die Unternehmen ebenfalls befragt, welche Massnahmen sie ergreifen, um Mitarbeitende längerfristig im Unternehmen zu behalten. Am häufigsten wurden die Flexibilisierung der Arbeitszeiten (43%), Lohnerhöhungen sowie zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten (37%) genannt. Lediglich sechs Prozent unternahmen keine Retention-Massnahmen. «Für eine stärkere Bindung der Mitarbeitenden ist es entscheidend, ein starkes Gefühl der Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern, etwa durch eine klare Unternehmenskultur, gemeinsame Werte und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Das Unternehmen sollte auch die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeitenden kennen und darauf eingehen», so Dr. Adis Merdzanovic.

Über die Employer Branding Studie
Die «Employer Branding Studie 2023» wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Marketing und Management der ZHAW und JobCloud durchgeführt. Bei der Online-Befragung wurden 585 Unternehmen in der Schweiz mit den unterschiedlichsten Firmengrössen und aus allen gängigen Branchen hinweg zum Thema Employer Branding und Fachkräftemangel befragt. Übergreifendes Ziel der Studie war, herauszufinden, wie stark Schweizer Unternehmen vom Fachkräftemangel tatsächlich betroffen sind und welche Massnahmen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeitenden sowie beim Pflegen bestehender Mitarbeitenden ergriffen werden. Hier gelangen Sie zur Studie.

Über die ZHAW
Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist eine der führenden Schweizer Hochschulen. Die acht Departemente der ZHAW sind in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung tätig – praxisnah und wissenschaftlich fundiert. Mit der Expertise in nachhaltiger Entwicklung und digitaler Transformation vermittelt die ZHAW zukunftsorientiertes Wissen und gestaltet den digitalen und ökologischen Wandel aktiv mit. Die Hochschule ist regional verankert mit Standorten in Winterthur, Zürich und Wädenswil und pflegt zahlreiche internationale Partnerschaften.

Über JobCloud
JobCloud ist das führende digitale Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt und bietet eine Vielzahl an innovativen Rekrutierungslösungen. Das Portfolio umfasst renommierte Jobportale wie jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch sowie die Bereiche JobCloud HR Tech und JobCloud HR Services. JobCloud wurde im Jahr 2013 gegründet, gehört zu den angesehenen Unternehmen Ringier und TX Group und ist eine führende Grösse in der Branche. Neben dem Hauptsitz in Zürich ist das Unternehmen an verschiedenen Standorten präsent und beschäftigt aktuell über 350 Mitarbeitende. JobCloud steht für Effizienz, Diversität und Transparenz in der Rekrutierungsbranche und unterstützt Unternehmen bei der optimalen Besetzung ihrer Vakanzen sowie Stellensuchende beim Finden eines erfüllenden Jobs.

(Quelle: Medienmitteilung von JobCloud)

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