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Arbeitsmarkt: Digitalisierung kostet keine Jobs

Roboter übernehmen Aufgaben, keine Arbeitsplätze. Weltweit planen 86 Prozent der Arbeitgeber, im Zuge der Digitalisierung die Zahl der Arbeitsplätze stabil zu halten oder sogar zu erhöhen.

Von: Mathias Liechti / COMM   Teilen   Kommentieren  

Mathias Liechti / COMM

Mathias Liechti ist seit 2018 Chefredaktor von personalSCHWEIZ. Der Kommunikator FH hat sich in diversen Tätigkeiten bei Tageszeitungen und Onlineportalen ein breites publizistisches Know-how angeeignet.

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In Deutschland wollen sogar 91 Prozent in den kommenden zwei Jahren so vorgehen. Nur acht Prozent der deutschen Arbeitgeber meinen, dass Jobs verlorengehen. Dies sind Ergebnisse der in 42 Ländern erhobenen Studie «Skills Revolution 2.0» des Personaldienstleisters ManpowerGroup, für die rund 20.000 Arbeitgeber befragt wurden. «Die deutschen Ergebnisse zeigen, dass bei uns im Land die Grundstimmung herrscht, dass durch die Digitalisierung nicht nur Stellen wegfallen», sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. «Viele Unternehmer gehen davon aus, dass eine Stelle wegfällt, aber ein, zwei entstehen können, wenn sie kreativ sind und sich neue Dinge überlegen.»

Die Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten schätzen die Lage so ein wie ihre deutschen Pendants: 91 Prozent gehen davon aus, dass die Zahl der Jobs in ihren Unternehmen auf dem derzeitigen Niveau bleibt oder sogar steigt. Einen höheren Wert erzielen unter den großen Volkswirtschaften nur die Briten (96 Prozent). Die Zahlen aus Ostasien sprechen eine deutlich andere Sprache. In Japan teilen nur 76 Prozent der Verantwortlichen diese Meinung, in China sind es sogar nur 73 Prozent. «In beiden Ländern herrscht bei einer recht großen Minderheit Ratlosigkeit», sagt Herwarth Brune. «Viele japanische und chinesische Führungskräfte sind sich nicht sicher, wie sie die Situation einschätzen sollen. In Japan - einem Land mit einer hohen Roboterdichte wie Deutschland auch - sagen aber auch gemessen am weltweiten Schnitt viele Unternehmer, dass Jobs abgebaut werden.»

Kommunikationstalente gesucht

Durch den digitalen Wandel ist auch die sogenannte Skills Revolution, also der Wandel der Anforderungen in der Arbeitswelt, in vollem Gange. Auch das belegt die Studie. Immer gefragter sind Kommunikations- und Organisationstalente. 88 Prozent der deutschen Arbeitgeber suchen Mitarbeitende, die gut mit anderen zusammenarbeiten können. Die Fähigkeit, mit anderen kommunizieren zu können - sowohl mündlich als auch schriftlich - schätzen 79 Prozent der Befragten zwischen Flensburg und Oberstdorf sehr. Wer selbstständig seine Arbeit organisieren kann, hat bei 73 Prozent der Arbeitgeber gute Chancen. Führungsqualitäten sind kaum noch gefragt (28 Prozent). Zugleich sind Bewerber, die dieses Anforderungsprofil erfüllen, auf dem Arbeitsmarkt am schwierigsten zu finden. So sagen 36 Prozent der Führungskräfte, es fehle Bewerbern an der Kompetenz, Probleme zu lösen. 31 Prozent sind der Ansicht, es mangele potenziellen Kandidaten an der Fähigkeit, sich selbst zu organisieren.

Einzelkämpfer verhindern Erfolg

Die Studie wirft damit ein Schlaglicht auf eine Reihe von Soft Skills, die künftig für den beruflichen Erfolg entscheidend sein werden. «Hier liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Personalstrategie in Zeiten digitaler Transformation», sagt Herwarth Brune. «Die entscheidenden Einstellungskriterien für Arbeitgeber sollten heute nicht das bereits vorhandene Wissen und Können eines Bewerbers sein, sondern seine Fähigkeit, sich auf andere einzulassen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.»

Über die Studie

Im Oktober 2017 führte das Marktforschungsunternehmen Infocorp im Auftrag der ManpowerGroup eine quantitative Studie durch und befragte dazu 19.718 Arbeitgeber aus sechs Branchen und Sektoren in den folgenden 42 Ländern: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, China, Costa Rica, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA. Die so gewonnenen Daten wurden durch das Beratungsunternehmen Reputation Leaders ausgewertet.

 

 

 

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