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Kündigungsgründe: Jeder dritte Arbeitnehmende ist auf dem Absprung

Gemäss einer aktuelle Studie planen 34 Prozent der Arbeitnehmenden ihre aktuelle Stelle in den nächsten zwölf Monaten aufzugeben, obwohl sie eigentlich zufrieden sind.

Von: Kevin Hofer / COMM   Teilen   Kommentieren  

Kevin Hofer / COMM

 

Kevin Hofer ist Chefredaktor des HR-Magazins personalSCHWEIZ.

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Grund hierfür sind mangelnde langfristige Karrierechancen im Unternehmen (23 Prozent) bzw. die Aussicht auf bessere Optionen auf dem Arbeitsmarkt (11 Prozent). Weitere 3 Prozent sind sehr unzufrieden in ihrem derzeitigen Job und möchten deshalb innerhalb der nächsten sechs Monate kündigen. Das sind Ergebnisse der Mercer «Global Talent Trends Study» 2017, für die mehr als 7500 Datensätze von Managern, HR-Leitern und Mitarbeitenden weltweit untersucht wurden. Die Studie zeigt ausserdem, dass das fehlende Vertrauen der Mitarbeitenden in die Karriereplanung von vielen HR-Leitern offenbar nicht erkannt wird. So sind 70 Prozent der befragten HR-Manager mit ihrem Talent Management-Prozess zufrieden.

Flexibles Arbeiten

Auch bei anderen Themen klaffen die Vorstellungen von Mitarbeitern und Managern bzw. HR-Leitern auseinander. Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer gibt an, dass sowohl ihr direkter Manager als auch ihre Kollegen flexibles Arbeiten unterstützen (61 bzw. 64 Prozent). Allerdings berichtet jeder dritte Mitarbeitende, dass er in der Vergangenheit um flexible Arbeitsbedingungen gebeten habe, diese ihm aber nicht gewährt wurden. Jeder zweite Mitarbeitende (50 Prozent) hat ausserdem Bedenken, dass sich Arbeit in Teilzeit oder im Home Office negativ auf die eigenen Karrieremöglichkeiten auswirken.

Digitalisierung

Auch im Bereich Technologie hinken Personalabteilungen den Erwartungen des leitenden Managements und der Belegschaft hinterher. 61 Prozent der Manager glauben, dass neue Technologien am Arbeitsplatz, wie beispielsweise Robotik und Wearables, innerhalb der nächsten zwei Jahre den grössten Einfluss auf ihre Organisation haben werden. Doch weniger als die Hälfte der HR-Profis (49 Prozent) stimmt dem zu. Die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeitenden schätzen die Organisationen gering ein. Nur etwa jedes dritte befragte Unternehmen (35 Prozent) gibt an, dass Mitarbeitende mehr als Standard-HR-Aufgaben (Urlaubsanträge etc.) digital abwickeln können.

Freizeit sehr wichtig

61 Prozent der Angestellten sagen, dass ihnen ihre Gesundheit wichtiger ist als ihr Wohlstand. Lässt man das Gehalt ausser Acht, ist für die weltweit befragten Arbeitnehmenden bei der Wahl des Arbeitgebers Urlaub bzw. Freizeit der grösste Pluspunkt – in Form von Sabbaticals, zusätzlichen Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Benefits wie Fitnessstudios oder Erholungsräume am Arbeitsplatz sind den Mitarbeitenden hingegen weniger wichtig.

Zur Studie

Die Mercer «Global Talent Trends Study» 2017 untersucht die wichtigsten Trends der Arbeitswelt und wie Unternehmen darauf reagieren. Die Studie basiert auf Antworten von mehr als 1700 HR-Verantwortlichen, 5400 Angestellten und 400 Managern aus 15 Ländern und 20 Branchen.

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