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Arbeitsmarkt: Erwerbslosenquote steigt massiv

Die Erwerbslosenquote in der Schweiz kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,4 auf 5,1 Prozent. Das ist die höchste Zahl seit sechs Jahren.

Von: Ralph Hofbauer   Teilen   Kommentieren  

Ralph Hofbauer

Ralph Hofbauer ist Chefredaktor des HR-Magazins personalSCHWEIZ. Zudem ist er als freier Journalist tätig.

 

 

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Im ersten Quartal ist die Erwerbslosigkeit in der Schweiz auf 5,1 Prozent angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 0,7 Prozent. Wie die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, ist dies die höchste Erwerbslosenquote seit 2010.

Schweiz rutscht im europaweiten Vergleich auf Platz 5 ab

Als Erwerbslose gelten gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben und für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar sind. Diese Indikatoren ermöglichen internationale Vergleiche. Durch den Anstieg der Erwerbslosenquote hat die Schweiz ihren dritten Platz der Besten in Europa verloren und ist auf Platz 5 abgerutscht, wenn man die Länder berücksichtigt, für die Zahlen fürs ganze Quartal vorliegen. Waren vor einem Jahr lediglich Island und Norwegen besser als die Schweiz, sind es jetzt vier Länder.

Die tiefste Erwerbslosenquote unter den EU- und EFTA-Staaten hat Island (3,2 Prozent) vor Tschechien und Deutschland (je 4,4 Prozent). Besser als die Schweiz ist auch noch der Inselstaat Malta (4,9 Prozent). Am traurigsten ist die Lage nach wie vor in Griechenland, wo gut ein Viertel der Bevölkerung erwerbslos ist. In Spanien sind es 21 Prozent, in Kroatien 16,1 Prozent, wie ein Blick in die BFS-Zahlen zeigt.

Jugendliche und Ausländer sind am stärksten betroffen

In der ganzen EU sank die Erwerbslosenquote innert eines Jahres von 10,2 auf 9,2 Prozent. In der Schweiz waren im ersten Quartal 249'000 Personen erwerbslos. Das sind 17,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen kletterte in der Schweiz von 7,5 auf 8,3 Prozent. Im Gegensatz dazu nahm sie in der EU von 21,5 auf 19,8 Prozent ab.

Besonders stark hat die Erwerbslosigkeit bei den Ausländern zugenommen, bei denen sie um 22,9 Prozent auf 128'000 Menschen stieg. Bei den Schweizern legte sie um 12,5 Prozent auf 121'000 Betroffene zu. Damit sind nun mehr Ausländer erwerbslos als Schweizer. Vor einem Jahr war es noch umgekehrt. Mittlerweile sind 9,9 Prozent der Ausländer erwerbslos. Und hier sind vor allem Bürger von Drittstaaten betroffen mit einer Erwerbslosenquote von 17,1 Prozent, während sie bei den EU- und EFTA-Bürgern 6,9 Prozent betrug. Bei den Schweizern belief sich die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

 

 

 

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