Praxisfälle

Online-Stelleninserate: So werden Sie einfacher gefunden

Online eine Stelle ausschreiben — nichts einfacher als das? Nicht ganz: Stellenbörsen, Jobsuchmaschinen wie auch Google verlangen nach unterschiedlichen Formalitäten. Ein Überblick über die Unterschiede sowie die Vorteile der einzelnen Plattformen.

Von: Sabine Simmen  Teilen Kommentieren 

Sabine Simmen

Verantwortliche für Content Marketing bei Careerplus.

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Heute suchen über die Hälfte aller Arbeitssuchenden ihren neuen Job im Web, Tendenz steigend. Das belegen die Ergebnisse verschiedener Studien. Für Unternehmen gilt es daher, die eigenen Stelleninserate online richtig zu platzieren und zu formulieren, damit diese von potenziellen Kandidaten gefunden werden. Je nach Plattform müssen dabei unterschiedliche formale, inhaltliche und technische Aspekte beachtet werden. Folgend ein Überblick über die Anforderungen von Jobbörsen, Jobsuchmaschinen und dem neuen Feature Google for Jobs.

Jobbörse: Die Übersichtliche

Jobbörsen sind Plattformen, auf denen Unternehmen Stelleninserate aktiv aufschalten und Bewerber zentralisiert Stellenangebote finden. Börsen können auf eine Branche oder Region spezialisiert sein. Ausserdem haben Kandidaten bei gewissen Jobbörsen die Möglichkeit, ihr CV zu hinterlegen. Der Zugriff auf diese CV-Datenbank wie auch die Inserateschaltung sind in der Regel kostenpflichtig.

Vorteile:

  • Kostenpflicht reduziert das Angebot und verbessert die Auffindbarkeit
  • Stelle muss nicht nach speziellen formalen Richtlinien ausgeschrieben werden wie bei Jobsuchmaschinen und Google for Jobs

Die grössten Jobbörsen in der Schweiz: jobs.ch, jobscout.ch, monster.ch, Jobchannel.ch, 1000000jobs.ch und myjob.ch.

Jobsuchmaschine: Die Strukturierte

Eine Jobsuchmaschine ist eine eigene Plattform und funktioniert ähnlich wie Google: Ein Programm (Crawler oder Spider) durchsucht Karriere- und Unternehmensseiten sowie Jobbörsen nach offenen Stellenangeboten und listet diese organisch auf. Auf Jobsuchmaschinen kann gezielt nach Kategorien wie Beruf, Tätigkeit, Branche, Arbeitgeber oder Arbeitsort gesucht werden. Diese Informa­tionen werden anhand semantischer Analysen aus den Stellenangeboten gezogen. Semantisch bedeutet, es wird nicht nur nach dem eingegebenen Begriff, sondern auch nach thematisch ähnlichen gesucht.

Damit eine Stelle von Jobsuchmaschinen gefunden wird und alle relevanten Informationen vorhanden sind, muss folgender Aufbau beachtet werden:

  1. Titel mit präziser und neutral formulierter Jobbezeichnung, wie sie ein Suchender auch auf Google eingeben würde (also nicht «eine/n Controller/in», sondern «Controller (m/w)»)
  2. Lead, mit dem der Stellensuchende direkt angesprochen wird (bspw. «dank Ihrem Marktgespür erkennen Sie die Trends vor allen anderen»)
  3. Unternehmenspräsentation mit Ortsangabe
  4. Aufgaben- und Profilbeschreibung

Tipp: Die Verwendung von passenden Keywörtern (bspw. alternative Jobbegriffe, spezifische Tätigkeiten oder Branche) steigern die Auffindbarkeit.

Vorteile:

  • breite Streuung ohne administrativen Aufwand
  • wenn die Stelle den formalen Anforderungen entspricht, wird sie automatisch gelistet

Jobsuchmaschinen in der Schweiz sind jobijoba.ch, jobagent.ch, indeed.ch, jobsuchmaschine.ch, careerjet.ch und neuvoo.ch.

Google for Jobs: Die Zukunft

Die Zukunft der Jobsuche heisst ­Google, darin sind sich Experten einig. Im ­Juni 2017 wurde Google for Jobs in den USA lanciert und seither in 13 weiteren Ländern ausgerollt. Ähnlich wie bei Jobsuchmaschinen kann hier die Stelle nicht aufgeschaltet, sondern nur vom Internetgiganten gefunden werden. Für die Suche nutzt Google die herkömmliche Suchmaske. Wird im Eingabefeld nach einer Anstellung gesucht, durchforstet ein Crawler zahlreiche Quellen wie Stellenbörsen, Karrierewebseiten oder Partnerseiten. Die Suche verläuft hierbei ebenfalls semantisch.

Bei der Formulierung von Stelleninseraten gelten folgende formale Anforderungen:

  • jede Stellenanzeige muss über eine eigene Unterseite mit eigener URL verfügen. In die URL gehören Jobtitel und Arbeitsort (z.B. www.unternehmen.ch/jobs/HRleiter-zürich)
  • Jobtitel und Stellenbezeichnung müssen als Titel H1 (übliche Definition des Haupttitels im HTML-Code) sowie klar und eindeutig formuliert sein. Keine Schrägstriche
  • Arbeitsort gehört in die Unternehmenspräsentation (z. Bsp. «Für unser Büro in Zürich suchen wir einen HR Leiter»)
  • Keywörter wie Branche oder alternative Jobbezeichnung steigern die Auffindbarkeit

Noch ist nicht klar, wann die Google for Jobs-Funktion in der Schweiz lanciert wird. Unabhängig davon sollten Unternehmen auf die Neuerungen von Google vorbereitet sein. Das beinhaltet beispielsweise die Optimierung der eigenen Inserate aufgrund obiger Richtlinien.

Vorteile:

  • sehr präzise dank semantischer Suche
  • nach Google-Schema aufgebaute Job­angebote sind für Mobilgeräte optimiert

Schritt für Schritt zum Online-Stelleninserat

1. Was ist der erste Schritt, damit Jobsuchmaschinen meine Vakanzen finden?

Die inhaltliche und technische Optimierung der Stellenangebote auf Ihrer Unternehmensseite. Entsprechen diese den obigen Anforderungen, listen sie die verschiedenen Jobsuchmaschinen automatisch.

2. Welche Jobplattform ist die richtige für mein Unternehmen?

Es empfiehlt sich nicht, nur auf eine Plattform zu vertrauen; am besten schalten und bewerben Sie Ihre Stellen auf vielen verschiedenen Portalen und probieren so aus, wie gut sie für Ihre Profile funktionieren. Mittels Tracking lassen sich allfällige Kosten und die entsprechende Leistung effizient beurteilen sowie vergleichen und gegebenenfalls anpassen.

3. Warum soll ich meine Onlinestellen jetzt schon gemäss den Google-Anforderungen ­optimieren?

Ein auf Google optimiertes Inserat wird später nicht nur auf Google for Jobs gelistet werden, sondern wird auch jetzt schon besser von Kandidaten via Google sowie auf Jobsuchmaschinen gefunden. Zudem ist es in dieser Form auf mobile Endgeräte optimiert.


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